Mittwoch, 15. Juni 2011

Schrottpoesie: "STUTTGART/BERLIN" von Mirjam I.

Hier ein weiteres Werk, das im Rahmen des Projekts "Schrottpoesie - Dichtung für alle!" entstanden ist: "STUTTGART/BERLIN" von Mirjam I.
Die Dichterin befasst sich in ihrem Werk mit einem brisanten politischen Thema: dem umstrittenen Bahnprojekt "Stuttgart21".
In jeder Zeile, an jedem Wort spürt der Leser die ganz persönliche Verbindung, die Mirjam I. zu diesem Thema hat, Betroffenheit, Wut und hilflose Empörung schreien uns geradezu an. Schon zu Beginn der ersten Strophe besticht ihr Gedicht durch einen markanten Nominalstil: Schlag auf Schlag, fast unerbittlich folgt da ein Substantiv aufs Nächste - ganz so, wie sich auch die Ereignisse um Stuttgart21 bisweilen zu überschlagen schienen, sodass es manchem den Atem verschlug. Immer weiter steigt dann beim Lesen die Spannung, bis sie schließlich in einer fulminanten Adjektivhäufung kulminiert.


STUTTGART/BERLIN

Der Planer des Kopfes
die Steuerung des Projektes
der diskutierten Schienenweisen.
Die Weise hat Montag in Berlin.
Es wird gesehen zu den Drohungen.

In Kairo unter einem Schutz der Personen.
Er hat nicht zu sein, sagt richtig.
Internes infolgedessen zurückgewonnen
in den Stuttgart-Eingeführten.
Hat noch die mehr Weise mitgeteilt.

Ein Wiedereinbau für die erklärte Position schwierig.
Der Vater der doppelten Familie Europa am berühmtesten.
Er muss ein Mann, der hoch mit den Nerven qualifiziert wird!

Von Kosten hat sich gesetzt.
Mit dem die Weise die Kosten
in der vorhergehenden Kerbe!
Wünschen Sie Unterstützung?
Der Euro, er l' um d' hat gehabt;
regelmäßig vollständig normal!