Ich bin ein Gebäckstück
Heute geht es wieder einmal um eine (mir) unangenehme Veränderung im deutschen Sprachgebrauch, die sich durch Fehlübersetzungen aus dem Englischen einzubürgern droht: Die Verwendung des unbestimmten Artikels in Kombination mit einer Berufs- oder Herkunftsbezeichnung.
Warum sagt jemand beispielsweise von sich, er wäre „ein Student“ - als Hinweis darauf, dass es sich bei ihm lediglich um eine, nicht etwa um zwei oder drei Personen handelt?
Anders liegt der Fall natürlich, wenn die Herkunfts- oder Berufsbezeichnung beispielsweise durch ein Adjektiv ergänzt wird: ein sehr guter Lehrer, eine engagierte Politikerin, ein überzeugter Bayer usw.
Allerdings handelt es sich um einen Fehler, der Nichtmuttersprachlern leicht unterlaufen kann und zudem häufig lustige Formulierungen zur Folge hat:
Da outen sich Menschen mitunter als
- Gebäckstücke („Ich bin ein Berliner“) oder
- Verhütungsmittel (ich habe tatsächlich einmal einen französischen Austauschstudenten kennengelernt, der von sich sagte, er sei „ein Pariser“).
Auch Fast-Food-Gerichte wären denkbar: Den Ausspruch „Ich bin ein Hamburger“ habe ich bisher zwar noch nicht gehört, kann ihn mir aber beispielsweise anlässlich des Besuchs eines Präsidentschaftskandidaten in der Hansestadt durchaus vorstellen.
We can’t say…
Vor 4 Stunden

